Perfectfotos bei FacebookPerfectfotos auf TwitterPerfectfotos bei XingPerfectfotos bei LinkedInPerfectfotos bei Google+
Presse &<br /> Sport Events &<br /> Businessportrait Events &<br /> Businessportrait People &<br /> Lifestyle People &<br /> Lifestyle Events &<br /> Businessportrait Connecting <br /> People Connecting <br /> People Connecting <br /> People Connecting <br /> People Connecting <br /> People
Presse &
Sport

Events &
Businessportrait

Events &
Businessportrait

People &
Lifestyle

People &
Lifestyle

Events &
Businessportrait

Connecting
People

Connecting
People

Connecting
People

Connecting
People

Connecting
People

Herbstforum

Herbstforum der KfZ-Innung

Regionaldirektorin beim Herbstforum der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart
Schelling: Autoregion Stuttgart wird keinen Zusammenbruch wie Detroit erleben

Die Region Stuttgart steht als Automobilregion durch den technologischen Fortschritt mitten im Wandel, aber sie steht nicht am Rande des Abgrunds. Das ist zusammengefasst die Botschaft, die die Regionaldirektorin des Verbandes Region Stuttgart Dr. Nicola Schelling und der Präsident der Baden-Württembergischen Handwerkstages Rainer Reichhold, für ihre rund 400 Zuhörerinnen und Zuhörer beim 28. Herbstforum der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart in der Kongresshalle Böblingen hatten. Der BWHT-Präsident sieht das Handwerk für die Herausforderung an eine Handwerk 4.0 gewappnet, forderte speziell unter dem Blickpunkt der laufenden Verkehrs- und Feinstaubdiskussion aber auch angemessene Übergangsfristen fürs Handwerk bei der Umstellung auf noch schadstoffärmere Fahrzeuge. Für Handwerker gebe es zum Auto keine Alternative. Regionaldirektorin Dr. Schelling skizzierte die Aktivitäten der Region nicht nur mit dem Blick aufs Auto, sondern unter der Überschrift „Mobilität“, wobei sie dem Auto und dem kommenden autonomen Fahren eine entscheidende Rolle bei der künftigen Entwicklung dieser Mobilität zuschreibt. Und beim weiteren wirtschaftlichen Erfolg der Region. Dabei verglich sie die Entwicklung hierzulande mit der im amerikanischen Detroit, wo insbesondere die deutschen und japanischen Erfolge auf dem Automarkt zu einem Zusammenbruch der dortigen Automobilproduktion und zu Industrieruinen führte: „Wir werden kein zweites Detroit werden, denn wir sind schon im Wandel von der Automobil- zur Mobilitätsregion.“

Stau und Feinstaubalarm, beides war für die Teilnehmer des Herbstforums teilweise hautnah zu erleben und schwang auch bei den Rede mit. Rainer Reichhold beschrieb ein starkes Handwerk als wirtschaftliche Basis der Region. Er beschrieb aber auch ein Handwerk, das aufs Automobil angewiesen ist: „Das Handwerk ist bereit, elektrisch zu fahren, es braucht aber auch geeignete Fahrzeuge. „Der Handwerker hat Werkzeug, der Servicetechniker hoffentlich die geeigneten Ersatzteile dabei.“ Da sei die S-Bahn nicht die geeignete Alternative, so Rainer Reichhold auf eine Nachfrage von Innungsgeschäftsführer Christian Reher.

Regionaldirektorin Dr. Schelling schlug vor den Zuhörinnen und Zuhörern den Bogen von der Staulage zu den Möglichkeiten, die es in Zukunft und Gegenwart gibt, diese aufzulösen. Die Herausforderung hatte Rainer Reichhold zuvor schon angesprochen: „Ein Prozent Wirtschaftswachstum bedeuten zwei Prozent mehr Verkehr.“ Der Verband Region Stuttgart, unter anderem für die regionale Verkehrsplanung und die S-Bahn zuständig sowie Träger diverser Mobilitätsprojekte setzt auf optimale Verteilung des Verkehrs auf verschiedene Angebote, wenn es gilt die Mobilität zu erhalten. Wobei in der Region das Auto einen eindeutigen Schwerpunkt bildet: „Mit 57 Prozent ist das Auto das am häufigsten benutzte Verkehrsmittel in der Region“, sagte Dr. Schelling.

Gut oder böse spielte in der weiteren Beschreibung keine Rolle: Wenn die Menschen in der Region in einem Jahr 21,3 Milliarden Kilometer im Auto zurücklegten und acht Milliarden mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dann stehe das für ein vorhandenes Mobilitätsbedürfnis „und wir wissen, dass das Mobilitätsbedürfnis keinesfalls rückgängig ist.“ Auch Carsharing oder Car2go brächten keine Entlastung. Im Gegenteil: „Studien zeigen, die Fahrten sind zusätzlich.“

S-Bahnen, Auto, Pedelecs, Expressbusse – alles spielt bei dem regionalen Mobilitätsangebot eine Rolle. Diese Mobilitätsangebote auszubauen und zu vernetzen und durch ein intelligentes Verkehrsmanagement den Verkehr zu verflüssigen, daran arbeite die Region: „Wir fordern Straßen. Wir fördern Elektromobilität. Wir arbeiten am Glasfaserausbau.“

Denn die Datenautobahn sei eine wesentliche Voraussetzung für autonomes Fahren und autonomes Fahren sei eine wesentliche Voraussetzung für bessere Verkehrsabwicklung ab auch für die Entwicklung der Region von der Automobil- zur Mobilitätsregion. Kurz, wenn der Autobau weniger wird, können Dienste und Produkte rund und im autonomen Auto neue wirtschaftliche Perspektiven für Firmen und Arbeitsplätze in der Region eröffnen: „Unser Automobilhersteller sind da schon dran.“ Und „nebenbei bemerkt: Bosch ist im Bereich autonomes Fahren Patentweltmeister.“

Das autonome Fahren stuft sie als eine „disruptive Entwicklung“ ein. Sprich, die neuen Autos mit ihren neuen Angeboten werden die alten Mobilitätsgewohnheiten so über den Haufen werfen wie das Auto einst die Kutsche. „Wer das um 1900 behauptet hat, wurde verlacht.“ In der Automobilstadt Detroit, wo heute nur noch Autofabrikruinen stehen und die seit den 70ern von gut zwei Millionen auf rund 700.000 Einwohner geschrumpft ist, sind sie inzwischen auch auf den Trichter gekommen, beantwortete sie die Frage von Obermeister Torsten Treiber, ob der Wandel Risiken birgt. „Ich war neulich dort und dort wurde von Vertretern der Stadt berichtet, dass Detroit jetzt Mobilitätsregion werden soll.“ Für sie ist das „die Bestätigung, dass wir richtig liegen, denn für uns ist dieser Wandel schon Bestandteil der Entwicklung.“