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Jahresempfang 2017

von links Daniel Imhäuser, Steffen Beck, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Dr. Wolfgang Bernhard, Joachim Rudolf  (Foto: Wolfgang List)

von links Daniel Imhäuser, Steffen Beck, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Dr. Wolfgang Bernhard, Joachim Rudolf (Foto: Wolfgang List))

Es steht viel auf dem Spiel
Keynotes von Dr. Nicola Leibinger-Kammüller und Dr. Wolfgang Bernhard

Konzern, Mittelstand, Start-Up: Jahresempfang für die versammelte baden-württembergische Wirtschaft im Mercedes-Benz Museum. Daimler-Vorstand Dr. Wolfgang Bernhard und Trumpf-Geschäftsführerin Dr. Nicola Leibinger-Kammüller mahnten Entfernen von Sozialer Marktwirtschaft an.

Der Wirtschaftsrat-Jahresempfang mit 550 Unternehmern stand ganz im Zeichen der aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland, Europa und der Welt, wie Landesvorsitzender Joachim Rudolf betonte. „Denn trotz des Einflusses des Wirtschaftsrats und anderer Verbände und trotz der wirtschaftlichen Erfolge der Unternehmen, dürfen wir nicht verkennen, dass es politisch schwierige Zeiten sind. Das Vertrauen in die etablierten Institutionen schwächelt europaweit.“

Wir setzen unsere Zukunft aufs Spiel

„Die Politik befindet sich auf einem Irrweg. Wir gefährden unsere Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Daimler-Vorstandsmitglied Bernhard. Zurzeit herrschten aufgrund einer Sonder-Konjunktur (niedrige Zinsen und Rohstoffpreise, schwacher Euro, hoher Welthandel) beinahe paradiesische Zustände in Deutschland. Aber: „Gute Unternehmen werden in guten Zeiten ruiniert – und genauso ganze Volkswirtschaften“. Deshalb engagiere er sich im Industriebeirat des Wirtschaftsrats, um die Politik positiv zu beeinflussen. Die Politik setze zu sehr auf Umverteilung, anstatt rechtzeitig die Weichen zu stellen für das Erwirtschaften des Wohlstands von morgen. Bernhard identifizierte fünf Felder, die zum Handeln auffordern: digitale und konventionelle Infrastruktur, Innovationskraft, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik, Freihandel sowie Energiepolitik. Im gleichen Maße wie Daimler als Unternehmen seine Hausaufgaben bei neuen Herausforderungen wie Industrie 4.0 machen müsse, genauso sei auch die Politik gefordert jetzt zu handeln.

Wirtschaft in postfaktischen Zeiten

Auch Trumpf-Chefin Leibinger-Kammüller warnte vor einer Entfremdung von Politik und Wirtschaft. Europa und die USA müssten ein vitales Interesse am freien Handel haben, so die in Amerika geborene Familienunternehmerin. „Ist unser Wertekompass intakt, wenn ein Freihandelsabkommen Hunderttausende auf die Straßen treibt, während uns das Sterben in Aleppo kalt lässt?“, zitierte sie die Kanzlerin. Vom Freihandel profitierten gerade mittelständische Unternehmen, die hohe Zölle für Zulieferungen an eigene Tochtergesellschaften zahlten.

Alarmiert zeigte Leibinger-Kammüller sich angesichts der Verrohung der Sprache. Ihre Hoffnung sei, dass es im Bundestagswahlkampf weniger schlimm werde als im US-Wahlkampf. Apropos Bundestagswahl: Hier sieht Leibinger-Kammüller auch eine Chance, die Bedeutung der Wirtschaft wieder hervorzuheben. Dass die CDU Federn lasse, sollte man auch als Weckruf verstehen. Ihr wirtschaftspolitisches Profil verblasse zusehends. Das Unternehmer-Lager habe sie emotional verloren. „Warum trägt die CDU in der Großen Koalition alles mit?“ Sie forderte ein Bekenntnis zur Realwirtschaft, „sonst entfernen wir uns von der Sozialen Marktwirtschaft.“

Größter branchenübergreifender Unternehmerverband Baden-Württembergs

Stuttgarts Sektionssprecher Steffen Beck dankte den Rednern für ihre nachdenklichen Beiträge und der Daimler AG für die Unterstützung des Events. Er betonte, der Landesverband Baden-Württemberg des Wirtschaftsrats sei sehr gut aufgestellt. „Wir haben eine hohe Organisationskraft und sind in der Lage uns inhaltlich zu positionieren. Das liegt an einem engagierten Ehrenamt, starken Landesbeauftragten und einem hervorragenden Hauptamt.“

Text: Wirtschaftsrat der CDU – Fotos Wolfgang List

Link zur Website des Veranstalters: Wirtschaftsrat der CDU